Auf dem Weg zum Hansetag!

Von wegen alle Wege führen nach Rom. Alle Wege führen nach Rostock! Egal ob mit dem Schiff, dem Auto oder dem Fahrrad,
unsere Gäste waren sehr einfallsreich, wenn es darum ging, möglichst spektakulär nach Rostock zu kommen.
Wir haben die Ankömmlinge in den Tagen vor der Veranstaltung begleitet und zeigen euch hier mal die kreativsten Anfahrten.

Auf dem Seeweg

In der Hanse waren Schiffe für den Handel unabkömmlich. Logisch, dass Koggen, als die Schiffe der Hanse, voll beladen mit Waren nach Rostock fahren. Mit dabei: die „Lisa von Lübeck“, die „Wissemara“ und das estnische Schiff „Hiiu Ingel“, das auf dem Weg nach Rostock seine Jungfernfahrt absolviert hat. Auf ihrer Route hielt der Nachbau eines Feuerholzschiffes unter anderem in den Hansestädten Riga und Stralsund. Auch die niederländische „Kamper Kogge“ war mit von der Partie und machte es bis zuletzt spannend, ob sie es nach Rostock schafft.  Nach einem Maschinenschaden musste die Kogge repariert werden. Doch mit vereinten Kräften war es möglich, dass die „Kamper Kogge“ am Dienstag gemeinsam mit der „Cap San Diego“ in Warnemünde einfuhr. Da sie an Bord wohl noch die Seekarte aus dem Mittelalter hatten, bogen sie zunächst in den Alten Strom ab. Nach einer Wende und der herzlichen Begrüßung durch Projektleiterin Rita Berkholz mit den Worten „Kampen! Welcome to Rostock!“ traten sie den Weg die Warnow hinunter zu ihrem Liegeplatz an der Silo-Halbinsel an.

Nicht mit der Kraft des Windes, sondern der ihrer Muskeln, paddelten die Osterburger in die Hansestadt Rostock. Mit der Unterstützung eines Rostocker Vereins schafften auch sie es nach Rostock.

Der Seeweg der etwas anderen Art wurde vom „Kaffenkahn Askania“ aus Halle an der Saale bestritten. Die Hallenser brachten ihren Kahn nämlich nur teilweise über Wasser nach Rostock. Als der Wasserweg nicht mehr möglich war, ging es per Tieflader weiter.

Fotos: Hansestadt Halle, Äin Tahiste, Hansestadt Brilon, Hansestadt Rostock, Annika Schmied

Mit dem Fahrrad

Sportlich waren auch die Anreisen von Hans, dem Hanseradler, und der Delegation aus Brilon. Hans radelte von Lübeck nach Rostock – aber nicht auf dem üblichen Weg. Nein, über zwei Wochen verteilt radelte Hans von Hansestadt zu Hansestadt. Seine Route führte ihn sogar durch Polen (wir berichteten). Mit offenen Armen hat ihn jede Stadt empfangen und auch in Rostock wurde er mit seinem eigenen Stadtschild gebürtig willkommen geheißen.

Die Radler aus Brilon haben sich für den direkten Weg, aber eine kürzere Radelzeit entschieden. In drei Tagen absolvierte das Team in einheitlich roten Trikots die beachtliche Strecke von 550 Kilometern von Nordrhein-Westfalen nach Rostock. Mit Tagesetappenzielen von bis zu 200 Kilometern radelten sich die Briloner sportlich nach Rostock.

Wir begrüßen herzlich alle Gäste auf dem Hansetag und freuen uns auf die kommenden Festtage!

 

Frederike Schirra