Internationale Hanse Ausstellung

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Zwischen Tradition und Vision – Internationale Hanse-Ausstellung

Schon immer lassen sich Künstler und kunstfertige Handwerker von Mythen, Geschichten und Historie inspirieren. Auch die vom Bündnis der Hanse verkörperten Werte geben Anregungen. Künstler, Designer und Kunsthandwerker beteiligen sich zum 38. Internationalen Hansetag in Rostock an einer gemeinsamen Kunstschau. In ihrem Gepäck sind Bilder, Skulpturen und Objekte. Eine kleine Auswahl vorgestellt:

Die Hansestadt Anklam bringt das Modell eines „Normalsegelapparates“ von Flugpionier Otto Lilienthal mit. Zum Segeln der Koggen wie zum Segeln in der Luft gehören technische und naturwissenschaftliche Kenntnisse ebenso wie Mut oder auch die Liebe zur Natur. Wismar ist bekannt für seine „Schwedenköpfe“. Ein überdimensionales Exemplar aus glasfaserverstärktem Kunststoff haben zwei Absolventen der Hochschule Wismar, Fakultät Gestaltung, pfiffig in Form gebracht. Stralsunds Beitrag sind drei Bilder, die ihre Entstehung den kreativen Köpfen des Jugendkunst-Vereins in der Spielkartenfabrik verdanken.

Aus Wrexener Buntsandstein ist eine „Hanse-Stele“ gearbeitet. Darauf die Wappen von Rostock und Warburg sowie weitere Symbole. Die Warburger bringen damit ein Stück Heimat aus Nordrhein-Westfalen an die Ostsee. In diesem Bundesland liegen auch Brilon und Kalkar. Das „Kyrill Tor“ aus vielen geglätteten und angespitzten dünnen Baumstämmen lässt viele Assoziationen zu. In einer Holzkiste sind Artefakte zu entdecken – von Fensterglas aus dem spätgotischen Rathaus, dem Ziegelstück der zerstörten Synagoge bis zur Glasflasche einer Kalkarer Brauerei. Perleberg (Brandenburg) zeigt mit einem Objekt symbolisch die Balance zwischen Offenheit und Schutzbedarf: Fünf gebogene Kanthölzer, die an einen Schiffskörper erinnern sollen, halten eine große Perle im Inneren fest.

„Kyrill Tor“ am Briloner Kammweg, Foto: Brilon BWT Wirtschaft und Touristik

Aus dem schwedischen Visby, der Hauptstadt Gotlands, kommt ein recht monumentales Objekt. Es besteht aus drei Skulpturen. Der Künstler nennt sie „Hand-Ohr-Kreaturen“, mit denen er die Art unserer Kommunikation humorvoll hinterfragt will. Das finnischen Turku zeigt Fotografien. Und Lettlands Riga grüßt Rostock mit einem Künstlerbuch, darin Zeichnung, Collagen und Fotografien. Die Niederlande sind unter anderem mit Kunstwerken aus Doesburg, Kampen oder Hasselt vertreten.

Die Ausstellung kann vom 24. Juni 2018 bis zum 08. Juli 2018 in der HMT besichtig werden.

Helga Klehn

„Holding on to Glory“, Skizze, Künstlerin/Foto: Susanne Maria Wolf, Kampen
„FUNDSACHEN - vergangen fast vergessen“, Foto: Städtisches Museum Kalkar

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