Geschenke für die Stadt

Die allererste Hanse-Ausstellung hat geöffnet. In der Hochschule für Musik und Theater sind Kunstwerke aus über 60 Städten ausgestellt. Anlässlich des 800. Stadtgeburtstags gibt es jede Menge Geschenke für Rostock. Die Hanse-Ausstellung in der Hochschule für Musik und Theater wurde durch Oberbürgermeister Roland Methling und den Vormann der Hanse Jan Lindenau eröffnet. „Die Ausstellung mit dem Titel Inspiration durch Vielfalt soll zeigen, wie modern und dennoch traditionsreich die präsentierten Städte sind“, sagt Rostocks Oberbürgermeister.

Jan Lindenau und Roland Methling eröffnen die Hanse-Ausstellung in der Hochschule für Musik und Theater Foto: Lara Lichtenthäler

Die Ausstellung ist einmalig für die Hansetage. Erstmals wurden Künstler aus den Städten aufgerufen, Kunstwerke zu der Hanse zu schaffen. „Dabei hat die Idee einen gewissen Eigennutzen“, erzählt Methling lachend. „Da die Stadt einen runden Geburtstag feiert, haben wir für einige Geschenke gesorgt.“

Die Künstler aus den über 60 Städten wurden finanziell von Rostock unterstützt. So auch die Lüneburger Künstler Karin Greife, Elke Kuhse und Swantje Crone. Sie stellen die repräsentativen Giebel der Lübecker Innenstadt dar. Diese gestalten sie mit Motiven der Hanse. „Die Kunstwerke stellen den Bezug zur Hanse und zu den anderen teilnehmenden Städten dar“, sagt Annette Beer-Kullin von der Stadt Lübeck.

Von der Einzigartigkeit der Ausstellung ist auch Lindenau begeistert. „Die Ausstellung ist einzigartig und besonders“, sagt der Bürgermeister Lübecks. Die Kunstgegenstände sollen die Städte widerspiegeln und von ihrer Geschichte erzählen. „Trotz des sehr offenen Rahmens sind viele Gemeinsamkeiten zwischen den Kunstwerken zu sehen“, betont Lindenau.

Giebel aus Lüneburg für die Hanse-Ausstellung. Es wurden originale Giebel aus der Backsteingotik nachgestellt und mit Motiven aus der Hanse gestaltet Foto: Lara Lichtenthäler

Auch für die Organisatoren der Hansetage gab es Geschenke. Der Bürgermeister Rigas, Juris Radzevičs, überreichte an Holger Bellgardt – den Leiter des Hanse Sail Büros – und die Mitorganisatorin Daniela Kayßer Geschenke aus der Stadt Riga – darunter auch ein gläsernes Fensterbild.Sergei Wassiljiew aus der russischen Stadt Pskow kreierte für die Ausstellung ein Wikingerschiff aus Metall mit der Aufschrift Pskow – Rostock. „Wir arbeiten in Zukunft an einer Fährverbindung von Rostock nach Pskow“, sagt Methling mit einem Schmunzeln.Die Ausstellung kann noch bis zum 8. Juli in der Hochschule für Musik und Theater besichtigt werden.

 

Lara Lichtenthäler