So toll waren die Hansetage!

Die Stimmen der Veranstaltung

Trotz Regen kamen die Hansetage gut an – sowohl bei den Rostocker Bürgern, als auch bei den internationalen Gästen. Christoph Schmitt freut sich besonders über den Umzug am Sonntag: „Die Parade war sehr lebendig und auch der große Unterschied zur Hanse Sail.“ Seit 20 Jahren wohnt Schmitt nun schon in Rostock und findet die Hansetage einmalig. Seine finnischen Gäste Matti Raunio und Pärvi Granö freuen sich über die Atmosphäre. „Hier ist die Stimmung sehr schön“, sagt Raunio.

Auch der Berliner Steven Weisener kann die Hansetage empfehlen. „Bisher hat mir alles gefallen und heute Abend wird noch gefeiert!“, erzählt der 29-Jährige. Sein Freund Norman Dreßler fügt hinzu: „In der Innenstadt ist mehr los als zur Hanse Sail. Die Aktion mit den Riesenrädern finde ich sehr gut.“

Christoph Schmitt, Outi Toumi-Nikula, Matti Raunio und Pärvi Granö (v.l.) freuen sich besonders über die Parade. Foto: Lara Lichtenthäler
Steven Weisener und Norman Dreßler (v.l.) sind gespannt auf das Konzert von Fritz Kalkbrenner. Foto: Lara Lichtenthäler

Ein Urgestein Rostocks ist Brigitte Finger. Die 75-Jährige konnte sich nicht so viel von den Hansetagen ansehen, dennoch gefallen ihr die Stände in der Innenstadt sehr gut. „Man merkt, dass hier eine Menge Arbeit drin steckt“, sagt Finger „alles ist sehr schön, so wie Rostock selbst sehr schön ist.“

Peter Hinz, Bürgermeister der Stadt Emmerich, wird sich noch lange an den Rostocker Hansetag erinnern. Foto: Frederike Schirra

Günter Offermann und Manfred Schönfeldt vom Shantychor „Stader Hafensänger“ sind von der Organisation der Veranstaltung beeindruckt. Die Zuhörer seien sehr aufgeschlossen und haben bei all ihren Auftritten mitgemacht. Besonders die spontanen Auftritte auf dem Veranstaltungsgelände und die „Kamper Kogge“ sind ihnen im Gedächtnis geblieben. Eine bemerkenswerte Anekdote haben die beiden zuhause auch zu erzählen: Nach einem gemeinsamen Abend im Restaurant wollte Offermann nach Hause. Aufgrund des Regens und der Dunkelheit verirrte sich der 79-Jährige und fand den Weg zurück ins Hotel nicht mehr. Obwohl es schon sehr spät war, waren zwei Damen sofort bereit, ihn zu seinem Hotel zu begleiten. „das ist in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich“, betont Offermann. Er ist sehr dankbar dafür, hier so freundlich aufgenommen worden zu sein.

Doch auch die von nah und fern angereisten Gäste sind sehr zufrieden mit dem Rostocker Hansetag. Besonders begeistert sind die Gäste aus den 119 Hansestädten mit der Organisation. Peter Hinz, Bürgermeister der Stadt Emmerich am Rhein, lobt die „hervorragende Organisation“. Als Delegierter hat sich der 57-Jährige in Rostock sehr willkommen gefühlt, besonders die Hanseparty auf der „Cap San Diego“ und der Empfang der Hansestadt Pskov bleiben ihm im Gedächtnis.

Manfred Schönfeldt und Günter Offermann (v.l.) sind mit den Stader Hafensängern mehrfach aufgetreten. Foto: Frederike Schirra
Nicole Czerwinski hatte mit der YouthHansa sehr viel Spaß. Foto: Frederike Schirra

Die vielen Akteure hinter den Kulissen blicken auf ereignisreiche, arbeitsvolle aber auch sehr schöne Festtage zurück. Nicole Czerwinski, Projektkoordinatorin für die YouthHansa ist zufrieden mit den vergangenen vier Tagen. „Das am Anfang noch schlechte Wetter hat uns überhaupt nicht beeinflusst. Die Jugendlichen waren immer positiv und hatten viel Freude bei den Workshops.“ Probleme, die sich auftaten, waren lösbar und ihr besonderes Highlight war der gemeinsame Törn am Samstag, bei dem die Truppe junger Segler auf bis zu fünf Meter hohen Wellen schaukelte. „Die Jugendlichen werden begeistert und zufrieden nach Hause fahren“, fasst Czerwinski zusammen.

Daniela Kayßer, ebenfalls vom Organisationsteam, konnte durch den Hansetag viel Neues lernen. Während der Veranstaltung war sie vor allem mit der Eventplanung und Betreuung der Delegierten beschäftigt. Sie telefonierte viel und eilte von einem Veranstaltungspunkt zum nächsten. „Für mich war der Hansetag in Rostock eine besondere Erfahrung, da ich als ‚kleines Rad‘ in einem tollen Team dabei war, eine Veranstaltung und deren einzelne Bestandteile zu planen und zu koordinieren. Für mich war es die perfekte erste Stelle nach dem Studium! Mich begeistert die Arbeit im Veranstaltungsbereich und auch wenn meine Zeit beim Hansetag jetzt zu Ende geht, werde ich weiter in diesem Feld arbeiten.“

Der 38. Internationale Hansetag Rostock wird vielen im Gedächtnis bleiben, Organisatoren wie Gästen. Wir freuen uns, dass der Hansetag bei allen einen guten Eindruck hinterlassen hat und blicken schon voller Vorfreude auf die nächsten Hansetage in Pskow.

 

Lara Lichtenthäler und Frederike Schirra