Faire Bedingungen in Rostock

Der Faire Markt ist das erste Mal auf den Hansetagen

Fairer Handel zwischen den Hansestädten – das ist den Beteiligten der Hanse seit jeher wichtig. „Für einen Fairen Handel in Europa ist es wichtig, auch die Zölle an den Grenzen abzuschaffen“, sagt der Oberbürgermeister Roland Methling auf der Eröffnung des Hansemarktes.

Doch nicht nur die Bedingungen zwischen den Hanse-Handelspartnern werden zunehmend wichtig. Auf den Hansetagen spielt auch das Thema Fair Trade seit diesem Jahr eine bedeutende Rolle. Das bedeutet faire Produktionsbedingungen für Produzenten, die auch von außerhalb Europas kommen. Auf dem Fair Trade Markt rund um die St. Petri Kirche wird dies in die Tat umgesetzt. Die Waren haben entweder das Fair Trade Label oder enthalten mindestens zwei fair gehandelte Zutaten.

„Rostock ist eng verbunden mit fairem Handel, da die Stadt seit 2012 Fairtrade-Stadt ist und zwei Jahre hintereinander Hauptstadt des fairen Handel war“, berichtet Andrea Kiep, Fair-Handels-Beraterin für Mecklenburg-Vorpommern. Der Faire Markt soll auf künftigen Hansetagen eine noch größere Rolle spielen. Auf diesen bietet Kiep unter vielen weiteren Produkten auch in Rostock hergestellten und vertriebenen Kaffee und Schokolade an.

„Jeder Deutsche trinkt im Durchschnitt zwei Tassen Kaffee am Tag, jedoch sind nur vier von 100 Tassen mit fair gehandeltem Kaffee befüllt“, informiert Kiep. Sie hofft, dass das Bewusstsein für fairen Handel noch weiter steigt. „Die Hansetage bieten eine gute Möglichkeit, um den Menschen faire Produkte näher zu bringen.“

Andrea Kiep ist Fair-Handels-Beraterin für Mecklenburg-Vorpommern. Seit kurzem bietet sie im Weltladen Rostocker Kaffee und Schokolade an. Foto: Lara Lichtenthäler
Lea Saure (li.) und Christiane Baganz (re.) betreiben das Café Waldenberger in der KTV. Faire Produkte wollen sie dort auch zukünftig verkaufen. Foto: Lara Lichtenthäler

Auch Christiane Baganz und Lea Saure haben einen Stand auf dem Fair Trade Markt. Sie verköstigen die Besucher mit selbst gebackenem Kuchen und Limonade. „In unserem Café in der KTV achten wir besonders auf biologische und regionale Produkte“, erzählt Baganz. „Der Markt bietet uns den Anreiz, auch mehr auf fair gehandelte Produkte zu achten.“

 

Lara Lichtenthäler