Mast des „Ship of Tolerance“ feierlich gesetzt

Für mehr Toleranz, Respekt und Akzeptanz

Etwa einen Monat bevor das „Ship of Tolerance“ im Rahmen des MV-Tages offiziell getauft wird, ist der Mast des Kunstprojektes am 17. April gesetzt worden. Mit einem großen Kran wurde die lange, schwere Metallsäule angehoben und in den fast fertiggestellten Rumpf des Schiffes eingesetzt.

Das internationale Team rund um den britischen Bauleiter David Harold baut seit dem 9. April an diesem weltumfassenden Kunstprojekt des russisch-amerikanischen Künstlerehepaares Ilya und Emilia Kabakov. Ziel der Aktion ist es, den Respekt gegenüber fremden Kulturen und Ideen sowie die Akzeptanz von Unterschieden zu vermitteln. Die Kabakovs zählen zu den meist ausgestellten Künstlern unserer Zeit. Mit ihren Installationen wurden sie schon in berühmten Museen, wie dem Museum of Modern Art in New York oder Staatlichen Eremitage in St. Petersburg, ausgestellt.

Under construction. The "Ship of Tolerance" is supposed to launch on the 19th of May. Foto: Annika Schmied

Das „Ship of Tolerance“ gibt es seit 2005. Damals startete das Projekt im ägyptischen Siwa und von dort aus wurden immer neue Schiffe weltweit ins Leben gerufen. Mittlerweile sind es acht Stück überall auf der Welt verteilt, beispielsweise in Miami, Rom, Havanna oder St. Moritz. Das Rostocker Modell soll weltweit das neunte und das erste deutsche Schiff dieser Art werden. Zum Hansetag soll das Schiff mit 800 bunten, selbstbemalten Flaggen bestückt im Ludewigbecken liegen und den Stadthafen schmücken. Die Segel werden von Kindern und Jugendlichen aller Altersgruppen nach ihren Vorstellungen von Respekt und Toleranz gestaltet, wodurch verschiedene Motive zustande kommen.

Parallel zu dem Projekt wird in der Rostocker Kunsthalle von Mai bis Oktober eine Ausstellung der Kabakovs stattfinden.

Brad Allen (right) and Kirk Allen (middle) present the colourful flags which will decorate the ship. Foto: Annika Schmied.

Auch im Rahmen des Hansetages wird das „Ship of Tolerance“ eine Rolle spielen. Die Teilnehmer der „youthHansa“ werden an einem Workshop auf dem Schiff teilnehmen, doch auch die Besucher können während der Veranstaltungstage das Schiff von innen bewundern.

Frederike Schirra