Youth Hansa

Treffen der Nachwuchs-Seeleute

„Lernen, wie man ein richtiger Seemann ist“ – Jugendliche aus zwölf Nationen und insgesamt 64 unterschiedlichen Städten haben sich für vier Tage in Rostock getroffen, um gemeinsam Meeresluft zu schnuppern und maritime Fertigkeiten zu erlernen.

Segel setzen, Knoten binden und navigieren gehörte zum strammen Programm der rund 100 jungen Besucher. Für eine Stadtführung war natürlich auch noch Zeit, wie Organisatorin Nicole Czerwinski mitteilt. „Während ihres Aufenthalts hier konnten die Teilnehmer unterschiedliche Workshops belegen, die jeweils auf einem anderen Schiff stattgefunden haben“, sagt sie weiter.

Im Radisson Blu Hotel haben die rund 100 Teilnehmer ein Abschiedsessen veranstaltet. Foto: Susanne Gidzinski
Clara Greiwe und Valerie Scherzer sind froh, dass sie in diesem Jahr bei der YouthHansa dabei sind. Foto: Susanne Gidzinski

Trotz des teils sehr stürmischen Wetters haben sich einige auf das Meer hinaus getraut. „Unsere Regatta musste auf Grund des starken Windes abgesagt werden, aber eine kleine Tour hat dennoch stattgefunden“, so Czerwinski. Knapp vier Stunden lang waren sie auf See, wo sie gegen 5 Meter hohe Wellen ankämpften. „Die Wellen waren mindestens zehn Meter hoch“, sagt Valerie Scherzer mit zwinkerndem Auge. Sie ist bereits zum zweiten Mal bei der Youth Hansa dabei und ist extra aus Osnabrück angereist. Ihre Freundin Clara Greiwe ergänzt: „Einige von uns wurden sogar seekrank. Das Erlebnis war aber unbezahlbar.“

Geschlafen haben die Jugendlichen auf unterschiedlichen Schiffen, um hautnah zu erleben, wie das Leben eines Seemanns aussehen kann. „Das Besondere an der Youth Hansa ist, dass man in wenigen Tagen unglaublich viel über die anderen Kulturen lernt und einfach tolle Bekanntschaften schließt“, sagt Valerie Scherzer. Die Stimmung auf den Schiffen blieb trotz des teils schlechten Wetters immer gut, berichtet die 25-Jährige.

Das bestätigt auch Iselin Thorsen aus Norwegen. Weil sie Höhenangst hat, hat sie sich beim Klettern auf den Segelmasten zurück gehalten, freut sich aber dennoch über die Erlebnisse, die sie in den vier Tagen machen durfte: „Es hat so viel Spaß gemacht und die Leute sind alle so lieb. Ich würde gerne noch ein bisschen länger bleiben.“

Am Sonntagmorgen wurde noch ein kleines Abschiedsessen im Ostseesaal des Radisson Blu Hotels veranstaltet. Hier sollten die Teilnehmer noch einmal die Gelegenheit bekommen sich auszutauschen, bevor sie gemeinsam Segel für das „Ship of Tolerance“ bemalten. Die Jugendlichen bedankten sich bei dem Hotel für das gesponserte Essen genauso wie bei den weiteren Unterstützern, der WIRO, der OstseeSparkasse Rostock und ROSTOCK PORT.

 

Susanne Gidzinski